Ein irisches Sprichwort sagt, dass man sich Zeit für’s Lesen nehmen soll, da dies die Grundlage der Weisheit ist. Vielleicht kommt es noch ein wenig auf’s Buch drauf an, aber Bücher waren schon seit kleinauf meine Freunde, die mich vieles gelehrt haben. Neun von diesen Büchern, die mein Leben verändert haben, stelle ich dir hier vor.

Herbstferien stehen ja schon fast vor der Tür – vielleicht brauchst du ja ein gutes Buch. Oder du fängst den Tag gleich an wie ich und liest erstmal eine halbe Stunde gemütlich im Bett.

Die folgenden Bücher sind ein bunter Mix aus Weisheiten zur Liebe, zum Gehen vom eigenen Weg und zum Leben lebendig gestalten.

Ich frag dich zwar am Schluss nochmals, aber hast du auch Bücher, die dich weitergebracht haben? Ich bin immer dankbar für Inspiration :)

1 – Der Alchemist – Paolo Coelho

Ehrlich gesagt, bin ich ein riesiger Fan von Paolo Coelho’s Bücher. „Normale“ Romane langweilen mich schnell, aber bei Coelho lern ich immer unglaublich viel, ohne dass ich dafür Sachbücher verschlingen muss.

So auch beim Alchemisten. Das Buch habe ich gelesen, während ich auf Weltreise war. Den eigenen Weg zu gehen, war nicht immer einfach und die Einsamkeit auch nicht. Aber das Buch hat mich bestärkt, genau das zu tun, was mein Herz mir sagt. Und es gibt mir immer wieder Hoffnung, dass ich viel grösser und stärker bin, als ich es vielleicht glauben mag.

2 – Jetzt – Eckhard Tolle

Mein Kopf kann ziemlich dominant sein. Deswegen war es für mich umso wichtiger, die Botschaft von Tolle zu lesen. Im Jetzt zu leben. Und immer wieder zurückzufinden, wenn man in der Vergangenheit und Zukunft herumschwirrt. Oder sich in Ängsten verfangen hat. Ich bin nicht meine Gefühle und muss mich auch nicht von ihnen herumdiktieren lassen.

3 – The Mastery of Love – Don Miguel Ruiz

Ebenfalls in der Hängematte an einem einsamen Strand auf Weltreise verschlungen, während ich in einer etwas komplizierteren Beziehung war, wo ich das Gefühl hatte, nicht gleich stark zurück geliebt zu werden. Ruiz hat mir die Augen geöffnet, dass der Akt des Liebens das ist, was einem so glücklich macht. Und dass man lieben kann, egal wo der andere ist oder wie er fühlt.

Ebenfalls eine wichtige Lektion, die ich schon fast wieder vergass: Ich bin für meine Hälfte der Beziehung zuständig, mein Partner für seine eigene.

4 – Eat Pray Love – Elisabeth Gilbert

Dieses Buch war Magie für meine Seele. Ich hab mich auch als unverheiratete Frau in so vielem wiedererkannt. Auch ich bin auf Weltreise gegangen, weg von allem Bekannten. Das Buch gibt mir Hoffnung, dass man immer wieder Heilung finden kann, wenn man sich Zeit für sich selber nimmt.

5 – Auf der Suche nach dem verlorenen Glück – Liedloff

Auch wenn ich den Schluss eher etwas traurig und deprimierend fand, hat mir das Buch doch die Augen geöffnet, wie wir auch anders leben und wie wir insbesondere mit Kindern anders umgehen könnten. Vertrauen zu haben und die Gemeinschaft wieder zu finden kann so heilsam sein. Das sehe ich auch in der Waldspielgruppe immer wieder: Kinder kennen ihre Grenzen meist sehr gut und halten diese auch ein, wenn man ihnen vertraut.

6 – Slow –  Winfried Hille

Ich habe immer 1001 Idee und Projekte, die ich gerne gleichzeitig umsetzen würde. Das führt oft dazu, dass ich gestresst und unruhig herumwusel. Slow hat mich da mal wieder etwas rausgerissen und vor allem eins gelernt:

Wenn wir das machen, was wir wirklich, wirklich wollen im Leben, dann verpassen wir nichts mehr. Und dass es durchaus wichtig ist, Zeit mal nicht zu nutzen, sondern sie zu verschwenden, um sie zu verlangsamen und zu er-leben.

7 – Dich sah ich wachsen – Erwin Thoma

Vielleicht tanzt dieses Buch etwas aus der Reihe. Aber auch Thoma hat mich auf meinem Weg zu mehr Natürlichkeit begleitet. Zudem finde ich seine Geschichten einfach schön und inspirierend, weil man einmal mehr sieht, wie viel ein Mensch erreichen kann, und was man sinnvolles mit seinem Leben anstellen kann. Wusstest du, dass Holzbrettchen viel schneller keimfrei sind als Plastik- oder selbst Glasschneidebretter? Bäume sind zudem ab einer gewissen Grösse nicht mehr im Konkurrenzkampf, sondern sehr kooperativ. Da könnte sich unsere Gesellschaft auch noch die eine oder andere (Baum-)Scheibe abschneiden…

Seit diesem Buch achte ich noch mehr darauf, aus welchen Materialien ich meine Umgebung gestalte.

8 – Magic Cleaning – Marie Kondo

Hach, ich hab ja schon einige Artikel über die Konmari-Methode geschrieben. Irgendwann in der Pupertät fing ich nämlich an, ordentlich zu werden und seither gucken mich Kinder immer ungläubig an, wenn ich sage, dass ich gerne aufräume :D. Magic Cleaning hat mir nochmals einiges an Tipps und Tricks gegeben. Zum Beispiel, Kleider anders zu falten oder Dinge nach Kategorie ausmisten.

9 – On writing – Stephen King

Die Mischung aus Autobiographie und Schreibtipps habe ich in Australien im Auslandsemester verschlungen. Eigentlich hätten wir bloss 1 Kapitel für die Uni lesen brauchen, aber mich hat es so fasziniert, zu sehen, dass auch Stephen King mal ganz klein angefangen hat. Dass auch er Absagen bekam und einfach nicht aufgegeben hat.

Seine Romane kann ich nicht lesen, die sind mir viel zu blutig, aber dieser Text hat mich mitsamt den Creative-Writing-Courses an der Uni motiviert, dass auch ich es mit Schreiben und Geldverdienen versuchen kann (denn ganz ehrlich, wer sagt einem schon – ooh cool, du willst Bücher veröffentlichen und bloggen? Super, mach das und lass das bloss sein mit „sicheren“ Jobs wie Lehrer, Zahnarzt und Co).

9 3/4 – Harry Potter – J.K. Rowling

Der Titel hätte es ja schon verraten müssen, aber die magische Welt rund um Hogwarts haben mich nicht nur motiviert, auch während strengen Gymnasiumzeiten weiter Bücher zu lesen (anstelle Filme zu schauen), sondern haben mich auch gelehrt, dass jeder zwei Seiten in sich trägt. Wir sind nicht einfach gut oder böse. Wir können uns immer wieder für das eine oder andere Entscheiden und das auch ganz ohne Zauberstab. Zudem find ich es sehr inspirierend, gerade in Zeiten mit Corona, Klimawandel und Co, zu sehen, dass auch eine kleine Gruppe von Menschen etwas erreichen kann. Das ist kein einfacher Weg, aber Harry ging ihn und ich geh ihn auch, in dem ich immer weiter schreibe, Seminare gebe und dich inspirieren möchte, auch an einer enkeltauglichen Welt zu feilen.

 

Was sind deine Lieblingsbücher, die dich weitergebracht haben auf deinem Weg?

Übrigens: Ich habe mein Amazon-Affiliate-Konto gelöscht und habe diese Bücher absichtlich nicht auf irgendein Shop verlinkt. Leih sie (so wie ich das bei vielen davon gemacht habe) aus der Bibliothek aus oder kauf sie second hand oder bei deiner lokalen Buchhandlung.