Plastik ist überall – selbst in einem Zero Waste Haushalt! Wir versuchen möglichst wenig Produkte (neu) zu kaufen, die aus Plastik bestehen oder darin verpackt sind. Trotzdem hab ich im Nu 9 3/4 Gegenstände gefunden, die aus Plastik sind und ebenfalls in unserem Haushalt wohnen (und ja, Harry Potter Fan hier, du auch?).

1 Bikini und Badehose

Ich frag mich ja immer noch, warum man nicht einfach mit ner schicken Unterhose und einem tollen Bralette in den See hüpft – hab mich ehrlich gesagt noch nicht getraut. Deswegen besteht mein Bikini immer noch aus Polyester – Felix’s Hose auch. Ha, da fällt mir ein, meine Regenjacke und eins meiner Fleece auch. Wahrscheinlich würd ich noch die eine oder andere Klamotte finden – obwohl ich mich möglichst in Naturfasern kleide. Um die 5% Elasthan kommt man auch schlecht rum… aber dafür hab ich ja meine Nummer Zwei:

2 Guppyfriend-Waschbeutel

Hierdrüber hab ich ja schon einen ganzen Artikel geschrieben – kurz gesagt: er war ursprünglich auch mal Erdöl, filtert aber die Mikroplastikfasern der synthetischen Klamotten aus dem Wasser, die beim Waschen abgerieben werden. Wichtige Sache, weil unser Abwasser ganz schön viel Plastik enthält und die Anlagen nicht immer alles rausfischen können, respektive vieles davon im Klärschlamm landet, was auf die Felder ausgebracht wird um unsre Nahrung zu düngen. Lecka Plastik!

3 Laptop, Kamera, Handy

Ok, ich weiss, dass ist ein wenig gemogelt. Aber wenn ich jedes elektrische Kabel aufzähle, bin ich in drei Tagen noch drann. Ich hab zwar eine Bambustastatur, aber selbst die ist nicht komplett plastikfrei. Aber Handy, Laptopgehäuse, Kameragehäuse, Kabelummantlung, Staubsauger, Kopfhöhrer, Beamer sind alle aus Plastik. Phuu, da kommt ja doch noch mehr zusammen, als ich dachte…

4 Stifte

Wir haben immer noch viele Kullis, die aus Plastik sind – nicht dass wir die gekauft haben, aber vor unserem Zero Waste Lifestyle hat sich doch das eine oder andere angesammelt. Wasserfeste Filzstifte, Kreidestift und die Ummantlung von einigen meiner Farbstifte sind aus Plastik.

5 Teigschaber

Kommen wir in die Küche, sieht’s schon besser aus. Bis auf den Mixer – Mist. Teigschaber hab ich auch noch keinen aus Holz gesehen – würd ich aber auch nicht tauschen 😉 Vielleicht gibt’s den ja auch bald in nachhaltig?

6 Gummidichtungen

Obwohl ich meine ganzen Essensvorräte in upcycelten Gläsern aufbewahre, haben sie alle eine Gummidichtung – und auch das ist so gut so, ich will schliesslich keine Motten oder sonstiges Ungeziefer da drinn haben (das wär ja dann auch nicht Zero Waste, wenn man das alles wegschmeissen muss).

7 Einkaufskörbe

Wir haben ein Set an Plastikeinkaufskörbe, die man zusammenklappen und stappeln kann. Find ich ehrlich gesagt immer noch super praktisch, nur wirklich stabil sind die Dinger auch nicht (was ein Nachteil ist, wenn man viele Gläser auffüllen will). Die haben wir aber schon lange und brauchen sie auch für unsere Campingtrips mit dem Caddy (da spielt das Gewicht dann auch ne Rolle).
Quickquestion an dich: Kennst du da gute, stabile und platzsparende und nachhaltige Variante? Womit gehst du einkaufen?

8 Klappbare Essensbehälter für Reisen

Fast alle unsere Brotdosen und Essensbehälter sind aus Glas oder Edelstahl. Zwei davon, die wir eigentlich nur zum Reisen brauchen, sind aber aus Plastik und klappbar, so dass mehr oder weniger nur eine flache Scheibe zu verstauen ist. Für To-Go Food super und auch, wenn man Essen mit ins Flugzeug nehmen will.

9 Perlenbox

Obwohl ich fast all meine Plastikperlen meiner Kindheit verschenkt habe und nur meine Stein- und Holzperlen behalten habe, lagern sie trotzdem in einem Plastikböxchen. Die wegzuschmeissen, um welche aus Edelstahl zu kaufen oder aus Holz zu basteln, wäre aber weder nachhaltiger noch praktischer.

9 3/4 Messergriffe

Felix hat die Messer, die wir besitzen schon lange vor unserer Zeit gehabt – sie schneiden immer noch gut (vor allem, weil Felix sie immer wieder schleifft), haben aber Griffe aus Plastik. Falls ich mal welche neu kaufen müsste, würd ich natürlich solche mit Holzgriffen vorziehen. Aber ich kann mir auch vorstellen, dass die das ganze Leben halten.

 

Tja, einiges davon könnte man vielleicht ersetzen, bei anderen Dingen ist Plastik tatsächlich sinnvoll. Warum ich diesen Beitrag geschrieben habe? Um zu zeigen, dass Zero Waste nicht perfekt sein muss, dass es auch einfach nicht möglich ist – in der heutigen Zeit zumindest – komplett plastikfrei zu leben und dass das auch überhaupt keine Tragödie ist. Der Weg ist das Ziel – und solange man sich bewusst ist, wann man wieder was aus Plastik gekauft hat und vorher recherchiert, ob es vielleicht doch ne Alternative gäbe, tut man/frau doch sein bestes…

Was liegt bei dir noch rum in Plastik? Und wofür suchst du noch eine nachhaltigere Alternative?