Kalte Nächte, Nebel, bunte Blätter und ab und zu Sonnenschein – das ist Herbst in zehn Worten, so wie wir ihn wohl alle schon erlebt haben. Jetzt plaudere ich aber mal wieder von unseren Erfahrungen im Tiny House während der schönen Herbstzeit.

Weniger Raum

Da wir ab Herbst wieder mehr Zeit im Haus verbringen, muss man sich wieder an den kleineren Raum gewöhnen. Im Sommer kann man so vieles draussen machen (telefonieren, essen, basteln, lesen, feiern, musizieren,…), was je nach Herbsttemperatur nicht mehr so angenehm ist. Dafür ist es wieder richtige Kuschelzeit. Endlich gibt es keine Schweissausbrüche mehr, wenn man sich umarmt –  sofern wir es mit dem Einheizen nicht übertreiben 😉

Holzheizen

Daran darf man sich nämlich auch wieder gewöhnen: Das Heizen mit Holz. Morgens früh, wenn es noch dunkel ist, Holz holen, etwas kleiner hacken, einheizen. Merken, dass man morgens um sechs vielleicht noch nicht Holz hacken sollte und den Plan schmieden, am Nachmittag Holz für den nächsten Tag parat zu machen (und es dann ab und an doch zu vergessen). Mit Holz zu Heizen soll gelernt sein – sonst hat man nämlich entweder zu heiss oder zu kalt. Das kommt natürlich auch noch auf die Ofenart an.

Je nach Temperatur wird der Ofen schon deutlich häufiger angemacht,  aber sobald durch den Tag die Sonne hervorkommt, wird es durch unsere Südfenster wohlig warm im Häusle. Da lohnt es sich, am Morgen noch ein Pulli drüber zu ziehen, sonst hat man nachmittags schnell tropische Temperaturen im Haus.

Sonnendurchflutet

Je nach Wohnung / Haus haben wir auf jeden Fall deutlich mehr Licht im Tiny House. Da wir in alle Himmelsrichtungen Fenster haben (aber nicht so, dass man sich ständig beobachtet fühlt), scheint die Sonne zu jeder Tageszeit in unser Haus. Das ist im Sommer manchmal etwas mühsam, für die andren Jahreszeiten aber super. Gerade im Herbst, wenn die Tage wieder „kürzer“ werden (ich weiss schon, sind immer noch 24 Stunden, aber deutlich weniger Sonnenstunden), brauchen wir so weniger Licht.

Lüften

In den kälteren Jahreszeiten ist es besonders wichtig, regelmässig zu lüften, um die Luftfeuchtigkeit nicht zu hoch zu haben – wir wollen ja kein Schimmel! Deswegen müssen wir manchmal auch unsere Schränke offen stehen lassen – respektive noch ein paar Löcher bohren, damit die Luft automatisch gut hinter den Möbel zirkulieren kann. Der Heizlüfter im Bad hat auch seine Einsätze, damit wir die Duschfeuchtigkeit schnell raus bekommen.

Homeoffice

Da ich von zuhause aus arbeite und durch Corona auch Felix oft Homeoffice hat, können wir zum Glück das Haus schön warm behalten. Wären wir beide tagsüber die ganze Zeit weg, müssten wir morgens kurz feuern und dann wahrscheinlich abends nochmals – je nach Aussentemperatur. Oder man plant sich eine andere Heizung ein 😉

In 4 Schritten zu deinem Tiny House Grundriss

Willst du auch in einem Tiny House wohnen und dein Zuhause nach deinen Bedürfnissen gestalten?

Hol dir jetzt vier Tiny House Grundriss-Beispiele und designe mit unserer Anleitung in vier einfachen Schritten deinen eigenen Grundriss.

Los geht’s!

Sünnelen auf der Terasse

Der letzte Herbst war ziemlich goldig, wodurch wir auch trotz kühleren Temperaturen viel draussen sitzen konnten und die (weniger werdenden) Sonnenstunden geniessen.

Leitungen unter den Boden

Falls das Tiny House noch überirdisch mit Strom und Wasser gespeist wird (so wie bei uns im letzten Herbst), wäre Herbst die Zeit, sich eine gefriersichere Alternative zu überlegen. Entweder eine autarke Lösung oder aber die Leitungen unter den Boden verlegen. Das haben wir letztes Jahr ein wenig verschlafen – und hatten dann ne Woche kein Wasser im Haus… yay. Eine Erfahrung war es wert, denn ich hab mich noch nie so an fliessend Wasser gefreut, wie nach dieser Woche. Trotzdem rat ich es, das rechtzeitig zu erledigen, auch wenn wir ja momentan echt milde Winter haben.

Wie waren deine Tiny House Erfahrungen im Herbst bisher?