Zuhause auf kleinstem Raum

16qm Grundfläche ist nicht gerade viel für 2 Personen – zumindest nicht für den Durchschnitt in Deutschland. Und gerade in Corona-Zeiten, wo man zuhause bleiben soll, fragen sich vielleicht einige: Wie ist es denn, in Quarantäne in einem Tiny House zu wohnen?

Kurze Antwort: Nicht viel anders als in jedem anderen Zuhause. Ausführlicher:

 

Quarantiny?

Ich glaube momentan werden sich gerade viele Menschen viel bewusst. Sei es, dass sie eigentlich ganz froh sind, nicht arbeiten gehen zu müssen, oder dass vielleicht die Ehe oder der Kontakt zu den Kindern in dem intensiven Masse herausfordernder ist als man dachte. Oder auch nicht. Jedenfalls verbringen wohl die meisten sehr viel Zeit in ihrem Zuhause. Das tun wir auch. Auf 25qm insgesamt (wenn man das Loft mitzählt) haben zwei Personen gut Platz. Klar, geht man sich nach so langer Zeit im kleinen Haus auch mal auf den Keks. Aber ich glaube, das hängt nicht unbedingt von der Grösse des Zuhauses ab.

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Los geht’s!

Zu zweit seit März zuhause

Wie schon angetönt – wir sind schon seit längerem beide im Tiny House – die meiste Zeit jedenfalls. Das ist ne lange Zeit – gerade wenn man eigentlich komplett andere Pläne für die Zeit hatte. Aber flexibel bleiben ist angesagt. Also haben wir concection zu kuntergrün gemacht und arbeiten gerade an etwas, das allen Tiny House Fans zugute kommt… Sobald wir inspiriert und begeistert waren, war das Zusammenleben auch viel angenehmer, als wenn man sich die Tage rumschlägt und sich machtlos gegen das Grosse wehren will.

 

Ein Raum – kein Rückzug

Was aber auf jeden Fall – nicht nur in der Coronazeit – eine Herausforderung darstellt, ist, dass wir keinen Rückzugsort haben. Ein Raum für zwei Personen. Keine Tür (ok, die Badzimmertür, aber man will ja nicht in einem 2.5qm Bad arbeiten, meditieren oder lesen gehen). Wer sich also überlegt, ein Tiny House zu bauen und nicht allein darin wohnen will: überlegt euch, wie ihr Rückzugsmöglichkeiten schaffen könnt. Das muss nicht unbedingt im Haus sein, aber die Natur (gerade wenn Stürme wie Sabine wüten) bietet nicht immer die beste Option. Vielleicht gibt es ja auch einen Raum, den man mitbenutzen kann.

 

Besser als in einer Wohnung ohne Balkon

Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, dass es definitiv besser ist, im Tiny House zu leben als in einer Wohnung ohne Balkon (zumindest von Frühling bis Herbst). Man kann jederzeit vor die Tür, die Frühlingssonne geniesssen, was ins Hochbeet pflanzen, draussen einen Kaffee trinken und fühlt sich dadurch überhaupt nicht eingesperrt. So erging es uns zumindest.

 

Nähe zur Natur

Viele Tiny House Fans wollen ja auch ein Tiny House, damit sie näher an der Natur sind. Das ist man auf jeden Fall und gerade in den wärmeren Jahreszeiten ist es wunderschön. Da wir so viel zuhause waren, konnten wir zum Beispiel sehen, wie der Baum vor unserem Tiny House innerhalb eines Monats sich mit zunächst kaum sichtbaren Knospen zu grossen, grünen Blättern ausgestattet hat. Die perfekte Zeit, um Permakultur zu lernen! Beobachten, das Naturschauspiel geniessen und davon lernen.

 

#quarantiny

Übrigens zeigen einige Tiny House Besitzer ihre Häuschen unter dem Hashtag quarantiny auf Facebook. Die Aktion wurde vom kleinwohnformen-Verein aus der Schweiz gestartet… lasst euch inspirieren und bleibt gesund und munter 🙂