Das Leben im Tiny House ist in jeder Jahreszeit etwas anders. Doch wie heiss wird es im Tiny House? Kann man überhaupt noch drinn schlafen im Sommer, oder wird man von Mücken aufgefressen? Lese jetzt unseren Erfahrungsbericht.

Zu wenig Dämmung = zu heiss?

Wir waren mal an einem Anlass, an dem ein Tiny House vorgestellt wurde, welches relativ gut isoliert war und wenig Fenster hatte. Der Hersteller hat davon geschwärmt, wie ausgeglichen es sich in dem von ihm gebauten Tiny wohnen würde. Gleichzeitig wies er immer wieder darauf hin, wie fürchterlich es sein müsse in einem „Barackenklima“ eines Tiny Houses wie unserem zu leben. Die Besucher des Anlasses stellten dann die Frage an uns, wie es denn wirklich sei und auch an die Familie, die in das gut gedämmte Häusle gezogen ist. Fazit war: Ja, es kann heiss werden, aber unseres kühlt schneller runter, weil wir besser querlüften können. Die Familie macht logischerweise nicht die Storen runter, wenn draussen die Sonne scheint und die Kinder rein und raus rennen, jemand ne Mahlzeit kocht und man einfach lebt. Wer sitzt denn schon gerne im Dunkeln. Der Hersteller meinte dann: „Man muss halt wissen, wie man so ein Haus benützt, dass es angenehm ist“. Ja, klar, und gleichzeitig finde ich, sollte man es trotzdem noch beleben können und es den Bedürfnissen der Bewohner anpassen…

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Sommer im Tiny House = Hitze?

Der letzte Sommer war heiss, trocken und unser erster im Tiny House. Wir waren viel draussen und genossen es, endlich unseren Traum verwirklicht zu haben. Natürlich ist es dabei auch ab und an sehr heiss geworden. Bis Mittags war es eigentlich immer angenehm kühl, da es von der Nacht schön runtergekühlt wurde. Nachmittags und Abends wurde es dann ungefähr so warm wie draussen und kühlte dann in der Nacht auch manchmal bis unter 20 Grad runter – perfekte Temperaturen zum Schlafen also 🙂 Wir haben jede Nacht unsere normale Bettdecke gebraucht und nur vielleicht beim zu Bettgehen eine dünne Baumwolldecke zum zudecken genommen.

Pooltime

Wenn es mal zu heiss wurde, haben wir einfach einen Sprung in den Pool gemacht oder uns unter ne kalte Dusche gestellt. Das habe ich auch schon gemacht, als ich in Mietwohnungen oder meinem Elternhaus gewohnt habe. Da war es zwar vielleicht erstmal etwas kühler, doch als dann die dicken Mauern durchwärmt wurden, konnte man sie nicht mehr runterkühlen – auch nicht in der Nacht. Da ist mir doch ein bisschen Hitze am Nachmittag und einem kleinen Schwumm im Pool, Bach oder See doch lieber 🙂

Näher an der Natur ist… naturnah!

Klar ist es angenehm, das ganze Jahr immer die gleiche Temperatur im Haus zu haben. Aber wir wissen alle, dass es in der Comfortzone sehr angenehm ist und es trotzdem gut tut, diese ab und an zu verlassen. Deswegen finde ich es sogar bereichernd, die Temperaturen von draussen mehr zu spüren. Dafür habe ich Klamotten 😉 Nein, Spass beiseite. Wer näher an der Natur leben will, lebt mit allem etwas naturnäher. Es ist etwas lauter, wenns regnet, man spürt die Temperaturschwankungen besser, ist mehr draussen. Das ist für mich ja genau der Punkt, mehr mit der Natur verbunden zu sein.

Schatten, Schatten, Schatten

Im Artikel über die Beschattung, bin ich ja schon darauf eingegangen, wie wichtig es ist, draussen ein Schattenplätzchen zu haben. Letzten Sommer hatten wir einen Baum, der neben dem Tiny stand. Das war unglaublich angenehm, egal wie heiss es war. Gerade weil man ja mehr draussen lebt, ist es ratsam, auch die Umgebung zu planen und für schattige (und natürlich auch sonnige) Plätzchen zu sorgen.

Mückenalarm

Wer ländlich lebt, dem sei geraten, Moskitogitter zu montieren. Die Insekten scheinen unser Haus zu mögen und wir hätten tausend Fliegen, Moskitos, Wespen, Hornissen etc. im Tiny gehabt. Das freut mich zwar, weil es zeigt, dass das Insektensterben noch nicht überall so schlimm ist, trotzdem möchte ich lieber in Ruhe schlafen.

Outdoorliving

Ich habe es oben schon angetönt, dass viele Menschen unter anderem auch in ein Tiny House ziehen, weil sie näher an der Natur sein und sich öfters draussen aufhalten möchten. Zumindest bei uns hat sich dies definitiv bestätigt. Wir waren unglaublich viel draussen, haben gegessen, gelesen, Feuer gemacht, Gäste empfangen, gespielt,… Da der Raum drinnen begrenzt ist, nutzt man die Natur um einen herum umso mehr. Und was gibt es besseres, als nach einem schönen Abend am Lagerfeuer im Sommer ins Tiny House Bett zu kriechen und die Sterne zu betrachten?