Zwei Jahren nach Baustart und ein halbes Jahr seit der ungefähren „Fertigstellung“, ist nun auch der Arbeitsplatz im Tiny House „Villa Kuntergrün“ verschraubt und perfektioniert. Nun macht arbeiten doch gleich doppelt Spass.

Upcycling

Unser Tiny House Arbeitsplatz besteht fast nur aus upcycelten, respektiven schon länger verwendeten Gegenständen. Aus Holzvierecken (ähnliche wie für den Badezimmerschrank), die ich schon seit meiner Kindertagen besitze, sind die Beine des Schreibtisches gemacht. Der Rest der Küchenplatte dient als Schreibtischplatte und auch für das kleine „Regal“, worauf mein Laptop steht, sind Restholze vom Bau. Sozusagen Teil der Beine ist der Subwoofer, der es auch mal erlaubt ne kleine Tanzparty im Haus zu feiern.

Von 74cm auf 90cm Schreibtischplatte

Was 16cm alles ausmachen können. Die Erste Schreibtischplatte, bestehend aus dem Restholz von unserer Küchenablage, war genau 74cm breit. Mit Laptop, Stiftebecher, ein paar Papieren war dieser Platz dann sehr schnell voll. Da ich ein kreativer Kopf bin, brauch ich auch immer mal wieder Platz, um Ideen aufs Blatt zu skizzieren. Dabei musste ich dann die Tastatur immer wieder wegräumen, was insbesondere dann mühsam war, wenn ich währenddessen auch noch was auf dem Laptop oder im Internet nachschauen wollte.

Bis ich auf die glorreiche Idee kam, einfach noch eine Verlängerung bis zur Ofenleiste anzubauen. So kam es, dass meine Schreibtischplatte 16cm Zuwachs bekam.

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Los geht’s!

Mit Tafelfarbe zum Notizbereich

Da ich keine neue Platte kaufen wollte um den Tiny House Arbeitsplatz zu vergrössern, sondern einfach ein Holz anschrauben, kam mir die Idee, dieses einfach mit Tafelfarbe zu streichen: Das erfüllt gleich mehrere Funktionen. Zum einen natürlich, dass nicht zwei unterschiedliche Hölzer aneinander angrenzen. Zum anderen, dass ich so anstatt einzelne Notizen auf Papier aufschreiben muss, sie einfach auf das Tafelholzstück malen kann – zero waste juhee.

Ehrlich gesagt bin ich ziemlich stolz auf meine Erfindung und finde sie super praktisch. Fast schade, dass ich darauf erst im Tiny House gekommen bin – würde ja auch mit jedem anderen Schreibtisch funktionieren.

Homeoffice

Als Selbstständige bin ich eigentlich ständig im „Homeoffice“. Falls ich irgendwann mal in der Nähe eines Coworking-Space lebe, organisiere ich mir da vielleicht noch ein Plätzchen. Grad wenn man in einem so kleinen Haus lebt, ist es auch nett, mal ab und an rauszukommen 😉 Wenn Felix ebenfalls von zuhause aus arbeitet, sitzt er am Esstisch. Ein zweiter Arbeitstisch wäre da manchmal auch sehr praktisch, den wir aber unmöglich noch in unserem Haus unterbringen können. So muss er halt immer alles wegräumen, wenn wir essen wollen… gibt aber auch schlimmeres.

Wo verstecken wir unsere Ordner und Drucker?

Der Rest des typischen Büromaterials ist zum einen in unserer Treppe verstaubar (Ordner) und zum anderen in der Küche (Drucker). Viel mehr an Bürozeugs besitzen wir nicht mehr 🙂

Bildschirm

Unser Bildschirm ist an einer verstellbaren Wandhalterung montiert, wodurch den Computerbildschirm auch als „Fernseher“ benutzen können. Wir schauen zwar kein TV, aber ein Film ab und zu geniessen wir auch. (Falls ihr uns das nachmachen wollt, achtet auf eine einfach verstellbare Halterung. Unsere bockt ziemlich rum…). Seit neustem haben wir aber auch einen alten, nicht mehr gebrauchten Beamer bekommen – Tiny House Kino ist angesagt!