Du willst in einem Tiny House wohnen? Der Weg dazu führt entweder über den Selbstbau oder den Kauf von einem Minihäusle. Finde jetzt heraus, welcher Weg der richtige für ich ist.

Viel Kohle, wenig Zeit, wenig Bock zu Bauen

Wenn du zur Sorte Mensch mit einem gefüllten Bankkonto, einer vollen Wochenplanung und hübsche Klamotten im Schrank, die auch nicht dreckig werden sollen, fällt dir die Entscheidung wahrscheinlich leicht. Kauf dir dein Tiny House. Doch was, wenn du mässig Kohle hast, aber es irgendwie zusammenkratzen kannst? Und du vielleicht auch ziemlich Respekt vor dem Bau hast? Tja, Vorteile, sich sein Tiny House bauen zu lassen gibt es zahlreiche: Zum Beispiel, dass es schneller fertig ist, weniger Planungsaufwand braucht, es professionell gebaut ist und du insgesamt weniger Zeit aufwenden musst (Recherche, Bau).

Doch das Glas kann natürlich auch von der halbleeren Seite betrachtet werden: Du hast (je nach Hersteller) eine eingeschränkte Materialwahl, weniger Freiheit in der Planung, zahlst deutlich mehr, weisst nicht, wie das Haus im Detail aufgebaut ist.

Immer noch unentschlossen? Dann liess weiter:

Handwerkerhände, Zeit und kleines Budget

Du verwendest einen Akkuschrauber wie andere Leute einen Kochtopf (soll heissen, er gehört in deinen Alltag), liebst es, mit deinen Händen zu werken und hast auch Zeit dafür? Dann bau dir doch dein Tiny House selber – so wie wir. Aber hey, auch ich hab noch nicht mal ne Kappsäge vor dem Hausbau benutzt – unterdessen kann ich das aber auch 😀 Das heisst, selbst wenn du noch nicht viel Erfahrungen gesammelt hast, kannst du alles lernen – unterschätze einfach den zeitlichen Aspekt nicht. Vorteile vom selber bauen? Du kannst Design, Gestaltung selber wählen, lernst unglaublich viel dazu, kennst dein Haus bis auf die letzte Schraube und lernst wahrscheinlich viele tolle Leute kennen, die dir auch ab und an mal helfen.

Aber du brauchst auch sehr viel Zeit für Bau, Recherche und Planung. Du brauchst einen Bauplatz (der kostet normalerweise auch was), Werkzeug und allenfalls professionelle Hilfe (Architekten, Stromer, Sanitär,…).

Und motiviert? Du brauchst noch Ideen für dein Design? Dann schnapp dir unsere Vorschläge – ganz umsonst!

In 4 Schritten zu deinem Tiny House Grundriss

Willst du auch in einem Tiny House wohnen und dein Zuhause nach deinen Bedürfnissen gestalten?

Hol dir jetzt vier Tiny House Grundriss-Beispiele und designe mit unserer Anleitung in vier einfachen Schritten deinen eigenen Grundriss.

Los geht’s!

Die eierlegende Wollmilchsau

Für ganz untentschlossene gibt es natürlich noch die Zwischenlösung: Lass dir beispielsweise die Aussenhülle bauen, und übernehme den Innenausbau selber. Das hat den Vorteil, dass du dich nicht mit dem kompletten Bau beschäftigen musst, du aber trotzdem mitgestalten kannst. Das kann aber manchmal sogar teurer werden, als ein Fertighaus zu kaufen – nur als Tipp für die Sparschweinfreunde unter euch 😉

Oder doch lieber Lego spielen?

Als letzte Option gibt es noch den Fertigbausatz. Das nimmt einem natürlich sehr viel Arbeit bei der Planung ab, braucht weniger Zeit um es zusammenzubauen und oft sind Bauteile sogar schon zugeschnitten – warst du auch ein Legokind? Dann könnt dir das gefallen. Oft kannst du dann aber nicht wählen, welche Materialien verbaut werden und wie das Design aussieht. Du kriegst die Klötze geliefert und die Anleitung dazu.

Du kannst das auch, wenn wir das können

Also ganz ehrlich, für mich kam eigentlich nur der Selbstbau in Frage. Für Felix ebenfalls. Wir haben weder in ner Schreinerei  noch auf dem Bau gearbeitet – dafür die Tastaturen getrommelt. Dass das ganze kein Zuckerschlecken ist, sollte dir aber trotzdem bewusst sein. Wenn du aber Bock hast, zu lernen, zu bauen und zwar ziemlich viele Tage und Abende lang, dann schliess dich der Tiny House Movement an und leg los!

 

Welcher Typ bist du? Selbstbauer? Käufer? Oder eine eierlegende Wollmilchsau? 🙂