Heute führen wir euch durch unsere Tiny House Küche. Leckeres Essen hat in unserem Leben einen hohen Stellenwert. Deswegen haben wir uns auch für eine relativ „grosse“ Küche entschieden. Sie ist ungefähr 1.7m lang und 2.3m breit und hat so fast 4qm Fläche. Zwei Herdplatten, Kühlschrank und eine Menge Stauraum macht sie perfekt für die Villa Kuntergrün.

 

Selber machen oder kaufen?

Diese Entscheidung trifft man am besten schon bei der Planung, denn wer die Küche kauft (und zumindest nicht massgeschneidert vom Schreiner machen lässt), der ist auf Standardmasse angewiesen.

Neue Küchen sind allerdings oft aus geleimten Platten, die aber weder baubiologisch noch ökologisch glänzen.

Wer sie selber bauen will, kommt aber wahrscheinlich nicht günstiger, als wenn er eine Fertige bei Ikea kauft – sofern sie mit Schubladen, Türen, Griffen etc. ausgestattet ist. Die Einzelteile aus dem Baumarkt sind nicht günstig und man hat eine Menge Aufwand damit.

Wir persönlich haben uns deswegen eine Second Hand Küche geholt. Die ist älter als ich, aber sieht unserer Meinung nach noch echt klasse aus (was sind denn schon 27 Jährchen ;)) und hat mit Elektrogeräten 600 Euro gekostet. Da wir die Spülmaschine wieder verkauft haben für 100, hat sie uns noch weniger gekostet. Da sie so alt ist, sind zumindest die Fronten aus fast unverleimten Holz. Es wurden für unsere Tiny House Küche keine „neuen“ Bäume gefällt und keine noch gut brauchbare Küche entsorgt.

Offene Regale oder Schranktüren

Je nach Ansprüche, können natürlich auch ein paar offene Regale als Küche verwendet werden. Da dies aber oft zu einem unruhigeren Bild führt, war es uns wichtig, auch geschlossene Schränke zu haben. Ich will nicht unbedingt während dem Arbeiten oder im Wohnzimmer meine ganzen Küchenutensilien anschauen. Und aus Erfahrung könnte man jeden Tag offene Regale abstauben – gerade unsere Gläser sind nach gefühlten fünf Minuten wieder verstaubt…

Vom Gewicht bietet es sich natürlich an, offene Regale zu machen. Wir müssen unsere Küche aber eventuell sowieso wieder für Transporte ausbauen, da wir sonst über 3.5 Tonnen sind – und ansonsten würden wir die Fronten einfach ausklinken – das ist sowieso das schwerste an der Küche.

Holzküchenplatte

Die Küchenablage ist aus Buchenholz, das ist deutlich härter als Fichte und somit auch weniger anfällig für Kratzer. Mit Leinöl geölt, sieht sie richtig toll aus. Da sie gerade mal 1.9cm dick ist, fällt sie auch nicht so schwer ins Gewicht.

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Los geht’s!

Wie viel Platz haben wir in unserer Küche?

Insgesamt haben wir 2.7m Arbeitsfläche, worauf aber die Herdplatten und das Spülbecken stehen. Sie ist ungefähr 1.7m lang und auf beiden Seiten mit Schränken und Ablagefläche ausgestattet.

  • 3x 50er Unterschrank
  • (1x 60er Waschmaschine)
  • 2x 50er Oberschrank
  • 2x 30er Unterschrank
  • 1x 60er Schrank mit integriertem Kühlschrank

Unsere Tiny House Küchenausrüstung

  • Mobile Doppelherdplatte
  • Kleines Spülbecken
  • 1,2m hoher Kühlschrank mit integriertem Gefrierfach

Da wir uns pflanzenbasiert ernähren, gibt es oft Eintöpfe oder Gerichte, wo nur 2 Töpfe gebraucht werden. Als dritte Kochplatte haben wir auch noch unseren Ofen oder müssen halt ein bisschen jonglieren 😉

Auch unser Spülbecken reicht perfekt aus. Der Kühlschrank war im Winter mal ausgestiegen, wodurch wir es mit draussen kühlen und einer kleinen Kühlbox versucht haben – das war allerdings nicht so unseres, weswegen wir wieder einen normalen Kühlschrank besitzen. Das Gefrierfach ist randvoll mit eingemachtem Bärlauch.

 

Was wir nicht haben

  • Backofen (jedenfalls keinen strombetriebenen, unser Holzofen kann aber auch backen)
  • Spülmaschine
  • Dampfabzug

Obwohl wir manchmal den Backofen im Haus vermisst haben, konnten wir immer bei unseren Nachbarn backen, wenn der Ofen gerade nicht an war. Auch die Spülmaschine vermissen wir nicht – ausser wir haben mal viel Besuch, aber da hilft meistens sowieso jemand mit, wodurch das ganze super schnell geht. Und da die Küche so nahe am Wohnzimmer ist, kann man sich dabei wunderbar unterhalten…

Dampfabzug vermissen wir auch nicht, da wir einfach das Fenster öffnen, was direkt vor der Kochplatte ist. Da wir uns ja auch pflanzenbasiert ernähren, fallen stark ausdünstende Lebensmittel wie Fisch und Fleisch sowieso schon mal weg.

 

Tiny House Küche einbauen

Unsere Uraltküche hatten wir schon in der vorgehenden Wohnung eingebaut gehabt (die Küche da hat fast die gleichen Masse gehabt wie die Küche im Tiny House). So haben wir die Schränke bloss wieder ausbauen und im Tiny House hinstellen und festschrauben brauchen. Die Wasseranschlüsse mussten noch verbunden und die Waschmaschine angeschlossen werden, die ebenfalls in der Küche steht.

 

Wie sieht deine Tiny House Traumküche aus?