Wir lieben unsere neue Tiny House Terrasse vor der Villa Kuntergrün. Ein Tiny House lebt sozusagen von dem Raum draussen. Es lohnt sich also, sich Gedanken über die Umgebung rund ums Tiny House zu machen. Eine Treppe mit Rasenfläche, Terrasse mit Hochbeet oder doch lieber wilde Natur?

Tiny House Umgebung

Je nach dem, wo dein Tiny House steht, hast du unterschiedliche Möglichkeiten, die Umgebung rund ums Haus zu gestalten. Folgend ein paar Ideen, was alles in Frage kommen könnte:

  • Rasenfläche
  • Wildblumen
  • Steinplatten
  • Gartenbeete
  • Kies
  • Holzhackschnitzel
  • Terrasse aus Holzdielen

Natürlich könnte auch einfach die Fläche asphaltiert werden, doch das widerspricht der Idee des Tiny House auf Räder, um der Versiegelung der Flächen entgegenzuwirken.

Tiny House Terrasse

Vorteile einer Terrasse ist, das man eben raus aus dem Haus gehen kann und so wie einen weiteren Raum draussen hat. Zudem kann man so auch gut Tische und Stühle aufstellen, ohne dass diese wackeln (wie beispielsweise in Kies). Sie ist zwar relativ leicht wieder abbaubar, muss aber trotzdem als zusätzliches Element transportiert werden, wenn das Haus umgezogen wird.

Fundament

Als Fundamente für die Terrasse können wiederum verschiedene Materialien dienen. Es gibt Eisenpflöcke, die in den Boden geschlagen werden. Auch Betonfüsse oder Steinplatten sind gut geeignet. Wir würden das Holz nicht direkt auf einen (teilweise) nassen Untergrund wie Gras oder Erde stellen, da es viel schneller wegfault.

Holzarten

Es gibt Hölzer, die besser für draussen geeignet sind. So zum Beispiel Douglasie oder Lärche. Bei unserem alten Standort hatten wir gratis Fichtenbretter bekommen, die schon sehr angegraut waren. Wie lange sie noch halten würden, können wir leider nicht sagen, aber für das Jahr haben sie einen wunderbaren Dienst erwiesen. Sie trockneten super schnell, konnten auch Barfuss begangen werden (obwohl sägerau) und waren auch bequem zum drauf sitzen.

Für unsere Terrasse haben wir uns für Douglasie entschieden. Es gäbe natürlich auch Dielen aus Kunststoff. Diese kommen für uns aber nicht in Frage, weil das Recycling schwierig ist.

Upcycling

Unser Nachbar hatte noch verschiedene Hölzer übrig, die er nicht mehr brauchte. Daraus ist unsere Treppe entstanden. Aber auch Paletten oder andere Hölzer sind super zum bauen – nur bitte nicht neue Paletten für Palettenmöbel kaufen, sondern schon gebrauchte organisieren.

Holzschutz?

Damit das Holz länger schön bleibt, kann es zusätzlich geölt oder lackiert werden. Wir haben uns dagegen entschieden und nehmen es in Kauf, dass das Holz etwas schneller kaputt geht. Dafür können wir es danach in unserem Ofen verbrennen und müssen es nicht entsorgen. Falls es behandelt werden sollte, empfehlen wir ausschliesslich ökologische Produkte zu benutzen – schliesslich will man ja nicht während dem entspannen giftige Dämpfe einatmen.

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Los geht’s!

Unsere Tiny House Terrasse

Masse: 2.40m breit, 7.2m lang (gleich lang wie das TH), ca. 40cm hoch (so, dass wir gerade aus von der Tür eben rauskönnen)

Fundament: Als erstes haben wir 15 Steinplatten auf den Untergrund gelegt. Diese sind relativ in der Waage und mit etwas Sand unterlegt. Damit das Wasser aber besser abfliessen kann und der Balken schneller trocknet, haben wir die Steine nicht ganz gerade ausgerichtet.

Holzkonstruktion: Wir haben die tragende Holzkonstruktion aus ungehobeltem Fichtenbalken (10×6) zusammengeschraubt. Dafür haben wir 3 Längsbalken und 5 Querbalken verwendet, fast wie bei einem Ständerwerk. Da unser Untergrund nicht komplett eben ist, mussten dann die 15 Stützbalken, auf denen die Holzkonstruktion aufliegt, einzeln ausgemessen und zugesägt werden.

Holzdielen: Wir haben uns für 2.4m lange Douglasiendielen, die geribbelt sind entschieden. Ich hatte zwar mal gelesen, dass die bei Schnee noch rutschiger sein können, als „glatte“ Dielen, doch es gab keine ohne Rillen, also probieren wir es einfach mal aus. Bisher war es bei Regen überhaupt nicht rutschig und hat super schnell getrocknet. Wir haben das Holz naturbelassen gelassen.

Vorbohren mit Bohrer und Versenker lohnt sich. Die Holzdielen haben wir dann mit jeweils 9 Schrauben (nicht rostende!) festgemacht: 2 ganz Aussen, 1 beim nächsten Balken, 2 in der Mitte, 1 beim nächsten Balken, 2 ganz Aussen. Das sollte auf jeden Fall halten und helfen, dass das Holz sich nicht so verbiegen kann. Die einzelnen Dielen sind mit einem Abstand von ca. 5mm festgeschraubt, sodass Wasser auch ablaufen kann. Auch zum Haus haben wir einen Abstand gelassen. Das hat zwar den Vorteil, dass das Wasser auch da abfliesst und uns bei Sommergewittern nicht ins Haus läuft, allerdings haben wir es auch gleich geschafft, eine Gabel runterfallen zu lassen. Gott sei Dank gibt es Magnet-Gadgets :D.

Blende: Damit man von den Seiten unsere Holzkonstruktion nicht sieht, haben wir sie mit den Douglasiendielen abgedeckt.

Treppe: Die Treppe haben wir aus Restholz unseres Nachbarn gebastelt. Das kam in der gleichen Länge, so dass wir einfach zwei gleichgrosse Tritte daraus machten. Damit die Terrasse vor Wind geschützt ist und man die Konstruktion nicht sieht, haben wir auch die vertikale Seite des Treppentrittes mit Holz verkleidet. Nur noch ein paar Blumentöpfe drauf und schon ist die Tiny House Terrasse mit Treppe fertig.