Der Winter im Tiny House ist vor allem vom Heizen, Holzen und den Aussentemperaturen geprägt. Das kuschelige Zuhause ist auch im Winter wunderschön – wenn auch ein wenig aufwendiger.

Heizen, holzen, heizen

Zweimal ihm Tag heisst es bei uns heizen. Am Mittag und abends, wenn wir Feierabend haben. Das braucht einiges an Holz. Zwei bis drei der Körbchen neben dem Ofen, um genau zu sein. Wenn die Sonne kommt, brauchen wir deutlich weniger, wenns grau und gefroren ist vielleicht auch mal vier.

Tiny House Ofen Heizung

Zum Anfeuern hatten wir in Deutschland tolle Anzünder vom Behindertenheim. Tja, Corona hat uns gelehrt, wie man auch ohne die Wunderdinger zurecht kommt. Dafür schlagen wir mit dem Beil einfach ein paar ganz dünne Scheitchen und stapeln die quer und braucht dann noch wenig Papier dazu.

Nachteil an Tiny House Öfen: Sie sind meist kleiner und kommen mit der „Normalgrösse“ an Holzscheiten zwar manchmal klar, aber brennen besser, wenn sie ebenfalls etwas kleiner sind. Das heisst, wir hacken unser Holz vor dem Verbrennen noch mals etwas kleiner.

Vorhang gegen die Hitze

Wenn wir abends heizen, steigt die warme Luft hoch in unser Loft. Das tut sie natürlich immer, aber in der Nacht mögen wir es lieber etwas kühler. Also haben wir einen Loftvorhang, den wir in dem Fall vor dem Heizen zuziehen und der erstaunlich gut funktioniert, obwohl es ein ganz normaler, nicht mal super dicker Vorhang ist.

Tiny House Schlafzimmer

Temperaturschwankungen im Winter im Tiny House

Sobald es draussen gefriert, merkt man, dass unser Haus gegenüber einem „normalen“ schlechter gedämmt ist. Die Wärme verschwindet einfach schneller. Wenn wir abends um 8 noch auf 26 Grad hochgeheizt haben, kann es morgens dann auch (je nach Aussentemperatur) 14 Grad sein. Je wärmer es draussen ist, desto weniger kühlt es natürlich auch ab. Das tiefste waren 12 Grad. Klingt schlimmer, als es ist, denn sobald man den Ofen anmacht, verbreitet er die gemütlcihe Wärme und der kleine Raum wärmt sich auch schnell wieder auf.

Trotzdem lohnt es sich, ein warmes Jäckli zu besitzen :D

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Los geht’s!

 

Schnee auf der Terasse

Als wir im Sommer unsere Terasse bauten, hatten wir nicht an Schnee gedacht. Mit dem ersten Schnee kam dann auch die Überraschung, als wir die Tür öffnen wollten.

Sie war eingeschneit. Haha. Ebene Terassen funktionieren besser mit nach innen öffnenden Türen :D Aber die Mengen Schnee die wir hier im Flachland bekommen, sollten kein Problem darstellen. Einfach mit etwas mehr Kraft die Tür aufschieben, dann ist sozusagen schon Schnee geschippt vor der Tür…

Trockentrenntoilette im Winter

Unsere Trockentrenntoilette hat ja eine Lüftung, um unangenehme Gerüche zu vermeiden. Das heisst konkret: Es gibt ein „Loch“ nach draussen. Das heisst auch, eisige Luft kann rein kommen und unser Haus abkühlen.

Im Sommer hatte die Lüftung gut geholfen, im Winter lässt sie die Wärme sehr schnell entweichen, da wir ja nun auch nicht ein gedämmtes Klo haben. Also ist die Lüftung kurzfristig wieder weg und dafür das Loch gut zugestopft. Das hat sich definitiv gelohnt – unser Häusle kühlt längst nicht mehr so schnell aus. Je nach dem würde es sich lohnen, den Pipikanister ebenfalls drinnen aufzubewahren – je nach dem, wie kalt es bei dir so wird. Eingefroren ist das Ding zum Glück noch nie^^ Aber ohne „Loch“ im Boden wirds bestimmt weniger schnell kalt drinn.

Alles in allem ist der Winter also etwas intensiver im Tiny House. Und wer nicht mindestens einmal im Tag anheizen kann, dem Rat ich entweder eine andere Heizung oder ein super gut isoliertes Tiny House. Viel Kuscheln, ab und an ein paar Wollsocken und ein warmer Pulli helfen, falls es doch mal kühler wird. Ansonsten ist es ähnlich wie im Herbst – viel Drinnenzeit (Felix und ich sind beides keine Schneehasen-Pistenraser) und daher vor allem zu zweit eher wenig Platz.

Winter im Tiny House