Wandern ist wieder richtig im Trend – wahrscheinlich auch weil viele nicht den Urlaub ans Meer angetreten sind wegen Covid19. Die eigene Region zu Fuss zu erwandern finde ich persönlich eine wunderschöne Urlaubs- und Wochenendbeschäftigung. Und im Gegensatz zum Kreuzfahrtschiff ist es auch viel nachhaltiger. Doch auch beim Wandern kann man die Mitwelt ganz schön belasten. Mit den folgenden 10 Punkten kann jedermann ganz einfach dazu beitragen, dass die Natur und die Umwelt gut geschützt sind und wir das Geschenk der „unberührten“ Gegenden über Wanderwege weiterhin besuchen dürfen. So geht nachhaltig wandern!

1.Nachhaltige und langlebige Ausrüstung

Die Nachhaltigkeit des Wanderns fängt schon bei den Kleidern und Wanderausrüstung an. Besorge dir deine Ausrüstung am besten Second Hand oder achte darauf, dass die Anbieter nachhaltige und natürliche oder recycelte Stoffe verwenden. In diesem Artikel findest du einige weitere Infos dazu. Natürlich ist es auch sinnvoll qualitativ gute Produkte vorzuziehen, da diese ein ganzes Leben anhalten können.

2.Gute Vorbereitung

Eigentlich selbstverständlich, aber gerade Touristen oder Anfänger bereiten sich oft nicht ausreichend aus. Die Berge sind nicht nur wunderschön, sondern können auch gefährlich werden – Gewitter, keine ausreichende Kondition oder ein falscher Tritt können die Wanderung zu einem nicht mehr so spassigen Abenteuer machen.

Bereite dich also gut auf deine Wanderung vor: Schau dir den Wetterbericht an, passe deine Ausrüstung am Terrain an, schätze deine eigenen Fähigkeit richtig ein.

3.Nutze die Öffentlichen Verkehrsmittel

Ich muss sagen, hier bin ich leider noch kein gutes Beispiel, finde es aber wichtig, den Anreiseweg auch mit rein zu nehmen. Da ich im Kraut wohne und keine ÖV Verbindung habe, und auch einige Wanderparkplätze nur mit Auto (oder Fahrrad, aber so fit bin ich dann leider doch nicht) erreichbar sind, benutzen wir oft das Auto um Wandern zu gehen. Immerhin gehen wir öfters auch mit Freunden und füllen das Auto…

Zug und Bus sind natürlich die nachhaltigsten Transportmittel, sofern ihr euch nicht aufs Fahrrad schwingen wollt.

4.Wandern kann man auch regional

Zudem ist es natürlich auch nachhaltiger, Wanderrouten in eurer jeweiligen Region zu machen, anstatt 2 Stunden irgendwo hinzufahren. Aber auch hier kommt man natürlich irgendwann an seine Grenzen: Schliesslich will man wahrscheinlich nicht jedes Wochenende den selben Berg besteigen. Ich will damit einfach auch motivieren mal zu schauen, was es für schöne Routen auch im Flachland gibt. Gerade für Herbst und Frühling, wenn es oben in den Bergen auch schon richtig kalt sein kann, können auch die schönen Hügel erklommen werden 🙂

5.Nutze wiederverwendbare Behälter für dein Picknick

Müll hat in den Bergen nichts zu suchen. Und damit auch nicht ausversehen ein Plastiksäckli wegwehen kann, nimmst du am besten einfach schon wiederverwendbare Behälter mit.

Ganz wichtig ist eine Wasserflasche und Brotdosen. Wenn du noch welche aus Plastik zuhause hast, nutze sie, bis sie kaputt gehen (Zero Waste Prinzip), wenn du neue kaufen musst, besorge dir am besten welche aus Edelstahl – die halten drei Leben lang und sind leichter als Glas.

Auch Bienenwachstücher für Brotmahlzeiten sind eine super Alternative zu Plastikfolie.

 

In 8 Schritten zu einem Zero Waste Haushalt

Du möchtest dein Leben müll- und plastikfrei(er) gestalten? Weniger Müll rumschleppen müssen und gesünder leben?

Dann hol dir die Schritt-für-Schritt Anleitung und stelle dein Zuhause Produkt für Produkt auf nachhaltig um!

Los geht’s!

 

6.Hinterlass nichts als deine Fussspuren

Die Leave-No-Trace-Bewegung aus dem englischsprechenden Raum basiert auf 7 Prinzipien, die die Natur schützen sollen. Hinterlasse keine Spuren heisst auch, den eigenen Müll (falls welcher anfällt) am besten zuhause zu entsorgen. Auch Bananenschalen gehören nicht neben den Wanderweg – pack sie am besten in eine Dose und kompostiere sie zuhause.

Wer unterwegs auf Klo muss, sollte auch hier keine offenen Hinterlassenschaften rumliegen lassen (auch nicht das Taschentuch – vor allem wenn es nicht kompostierbar ist).

7.Der Natur ihren Raum lassen

Der Mensch ist zwar auch ein Teil der Natur, hat aber sehr, sehr viel Raum eingenommen. Deswegen ist es umso wichtiger, Pflanzen und Tieren ihren Raum in den Bergen zu lassen. Das heisst: Keine laute Musik, keine Blumen abreissen, und auf den Wanderwegen bleiben.

8.Feuer machen nur da, wo es erlaubt ist

Wer unterwegs noch grillen möchte, sollte dies am besten nur an dafür vorgesehenen Stellen tun und natürlich nur dann, wenn das Wetter es zulässt (nicht bei Trockenheit oder Wind).

9.Gewässer schützen

Je kleiner die Gewässer sind, desto stärker belasten Sonnencreme, Fäkalien, Plastikmüss die Bergseen und Bäche. Wer also unterwegs mal Gross muss, sucht sich am besten einen Platz mindestens 60m weg von Gewässern und vergräbt sein Geschäft mindestens 15cm tief. Verwende ökologische Sonnencreme, die beim Baden im See keinen Schaden anrichtet und nimm deinen Müll mit!

10.Wissen hat Macht

Warum nicht einmal eine geführte Kräutertour machen, um zu wissen, was denn da alles so wächst? Auch Apps und Bücher und Infotafeln am Wegesrand sind gute Quellen, um das Wissen über die Natur zu erweitern. Denn, je mehr man darüber weiss, desto mehr wächst das Verständnis, wie schützenswert die Naturwunder sind.