Welcher Boden soll es denn sein?

Tja, es gibt viele Möglichkeiten. Da wir aber in unserem Haus möglichst viele nachhaltige, natürliche Materialien verwenden wollen, entschieden wir uns letztendlich für Massivholzdielen aus Tanne.

Erst wollten wir Kork, aber im Baunetz in Ravensburg erklärte uns Herr Hermann, dass dafür ein stabiler, ebener Untergrund nötig sei (sprich, es braucht eine Platte darunter, sprich mehr Gewicht und weniger Höhe zum Stehen im Inneren). Er empfahl uns aber dann die Vollholzböden, von welchem wir den leichtesten, Tanne Nobilis, auswählten.

Dämmen und dicht machen

Bevor wir den Boden verlegten, dämmten wir ihn natürlich und dichteten ihn auch ab, sodass keine Feuchtigkeit in die Dämmung dringen kann.

Zuschneiden, anschrauben, weitermachen

Das Anbringen erwies sich als relativ simpel: Wir verlegten den Boden im endlosen Verbund, d.h. was bei der rechten Seite nach dem Zusägen übrig war, wurde als erstes Teil am linken Rand für die nächste Reihe gebraucht. So hat man kaum Verschnitt und muss bloss beachten, dass die Ansätze nicht zu nahe aneinander sind. Dafür gibt’s ja pro Pack etliche verschiedene Längen der Dielen.

 

Da der Boden nur abgeschliffen, aber noch nicht geölt ist, sollte man nicht darauf gehen und möglichst wenig in Kontakt mit dem Holz kommen. Falls doch einige Gebrauchsspuren zu sehen sind, kann man diese aber vor dem Ölen noch abschleifen.

Die Kraft der Sonne

Da wir unseren Boden nicht an einem Tag verlegen konnten, wir waren noch mit einigen weiteren Dingen beschäftigt, rollten wir Malerbahnen aus, damit wir auf dem Boden gehen konnten. Diese liessen wir mehrere Tage so liegen. Ein Fehler, wie sich herausstellte. Denn die Sonne hat den Boden schon wunderbar gefärbt. Naja, er wird sowieso die Spuren unseres Lebens tragen.

 

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Abschleifen

Um den Übergang der Verfärbung etwas weicher zu gestalten, schliffen wir mit ganz feinem Schleifpapier (240) darüber, hat aber nicht viel gebracht.

Den Boden ölen

Nun fehlte nur noch ein Schritt, bis der Boden fertig war: Das Ölen. Wir haben ihn mit dem Auro Pursolid Hartöl gestrichen. Dazu haben wir mit dem Roller die grossen Flächen und einem upcycelten Leintuch die Ecken geölt. Laut Hersteller sollte man das nicht eingezogene Öl innerhalb von 30 Minuten wieder entfernen. Dies geht am besten mit einer fancy Hightechmaschine, die man sich ausleihen kann. Die Ecken wurden ebenfalls mit Lappen gesäubert.

Natürlich sollte man auch einen Schuhschutz tragen, während man ölt. Wir haben uns aus der grosszügigen Plastikverpackung, die mit dem Boden geliefert wurde, Überzüge gebastelt – hat wunderbar geklappt. Upcyling lebe hoch.

Dann 24 Stunden warten und das gleiche Spiel nochmals von vorne. Hier hatten wir das kleine Problem, dass ein Gewitter kam und wir die Maschine nicht ins Haus transportieren konnten und es durch die Fenster reinregnete, bis ich über den öligen Boden zum Fenster kam, um es zu schliessen.

Nichts desto trotz haben wir nun einen wunderschönen, goldenen Holzboden. Ich kam beim Streichen gar nicht aus dem Schwärmen heraus – denn das Öl hat ihn nicht nur dunkler, sondern auch viel wärmer gemacht. Es ist das Geld und den Aufwand auf jeden Fall wert.

Wenn wir dann die Loftbalken montiert haben, fängt das gleiche Spiel nochmals im „2. Stock“ an.