Lüftung
Um ein gesundes und angenehmes Raumklima zu erhalten, ist der Austausch der Raumluft von großer Bedeutung. Bei jedem Atemzug verringert sicher der Sauerstoffgehalt der Luft und der CO2-Gehalt steigt an. Zudem verliert jeder Mensch eine beachtliche Menge Wasser täglich über die Haut. Zudem dünsten unterschiedliche Geräte nicht unbedingt gesundheitsförderliche Stoffe aus und insbesondere beim Kochen und Duschen kann sich die Raumluftfeuchtigkeit stark erhöhen.
Luftaustausch
Alldem sollte eben durch einen regelmäßigen Luftaustausch entgegengewirkt werden. Bei Lüftung über Fenster und Türen ist das Stoßlüften dem dauerhaften geringen Luftaustausch mit gekippten Fenstern vorzuziehen. Beim Stoßlüften geht wesentlich weniger Wärme verloren. Die Luft wird zwar genauso ausgetauscht wie bei gekippten Fenstern und muss dementsprechend wieder aufgewärmt werden. Aber durch das Stoßlüften behalten die Wände und Möbel weitestgehend ihre Temperatur und damit die Wärme.
Wärmerückgewinnung
Da aber in beiden Alternativen die warme Innenluft nach außen entweicht und im Winter kalte Luft nachkommt, muss einiges an Wärme aufgebracht werden, was wiederum Energie verbraucht. Was in vielen Passiv- und Niedrigenergiehäusern etc. gemacht wird, ist die Installation einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Dabei erwärmt die nach außen geblasene Innenluft beim Auslass einen Wärmetauscher. Dieser Wärmetauscher gibt die Wärme an die nach innen strömende Außenluft ab. Somit kann aktuell bis zu 85% der Wärme im Haus verbleiben, d.h. es muss wesentlich weniger Energie zur Erwärmung der frischen Luft aufgebracht werden. Das wiederum spart euch letztlich Geld und/oder Zeit. Ein weiterer Vorteil einer automatischen Lüftungsanlage kommt nachts im Winter zum Tragen: Wenn es draußen kalt ist, wollen wir nicht bei offenem Fenster schlafen. Ohne Lüftungsanlage bei geschlossenen Fenstern wird die Luft über Nacht aber sehr schlecht, was zu Sauerstoffmangel und schlechtem Schlaf bis hin zu Kopfschmerzen führen kann. Gerade bei einem so kleinen Häuschen ist ein Luftaustausch umso wichtiger.
Lüftungssystem mit zwei Geräten
Hier gibt es nun zum einen ein System, bei dem je zwei Lüfteranlagen synchronisiert betrieben werden. Der eine Lüfter bläst die Innenluft nach außen und erwärmt dabei „seinen“ Wärmetauscher. Der andere saugt die Außenluft nach innen, die wiederum über „seinen“ Wärmetauscher aufgewärmt wird. Nach einer gewissen Zeit (z.B. 1 Minute) wechseln beide Lüfter ihre Blasrichtung. D.h. der erste Lüfter saugt nun Außenluft an und der zweite bläst die Innenluft raus. Die Luft wird also in jedem der beiden Lüfter wechselweise angesaugt und ausgeblasen.
All-in-One-Lösung
Ein anderes System kommt mit nur einem Gerät aus. Hier sind in einem Gerät zwei Lüfter verbaut, der eine bläst immer die Innenluft nach außen und der andere saugt immer die Außenluft an. Beide Luftströme laufen gleichzeitig durch den Wärmetauscher. Vorteile entstehen dadurch, dass nur ein Gerät verbaut werden muss (sie sind nicht das optisch ansprechendste, das man sich an der Wand vorstellen kann) und dass kein Luftzug quer durch das Haus stattfindet.
Wir haben uns für das System von Bayernluft entschieden, weil es einen für uns optimalen Funktionsumfang und gute Werte bei der Wärmerückgewinnung aufweist. Das Gerät verbraucht maximal 6 Watt, wenn die Lüfter auf Hochtouren laufen.
Kosten-Nutzen-Rechnung
Wenn man mal annimmt, dass der Lüfter nicht immer auf Hochtouren läuft, sondern durchschnittlich vielleicht 4,5 Watt zieht, dann läge der Energieverbrauch bei Dauerbetrieb bei knapp 40 kWh, das entspricht ca. 12,- € jährlich. Wenn man dadurch bei einem jährlichen Wärmeenergieverbrauch von vielleicht 3.000 kWh nur 20 % einsparen kann, kommt man schon besser weg. Angenommen 3.000 kWh benötigte Wärmeenergie im Haus entspricht 2 Raummetern Hartholz, die für 230,- € zu haben sind. 20% Einsparung entspricht dann 46,- €, bleibt also ein Überschuss von jährlich 34,- €. Wenn man nur die Investitions- und die laufenden Kosten den direkten finanziellen Einsparungen gegenüberstellt, würde sich der Lüfter erst nach ca. 20 Jahren rentieren. So lange muss der erstmal halten… Wenn man aber die gesundheitlichen Vorteile des kontinuierlichen Luftaustausches mit einbezieht und die automatische Feuchtigkeitsregelung, die Schimmel vorbeugt (Schimmel kann gesundheitsschädigend und krebserregend wirken und tiefgreifende Bauschäden nach sich ziehen), dann lohnt sich die Anschaffung aus unserer Sicht sehr wohl.